persoenlich

Samstag, 15. November 2008

Von wegen "Rund, na und"

Da sieht man es mal wieder, dass, wenn's drauf ankommt, Vollschlanke erfolglos bleiben: Die selbstbewusst dicke Katze, die ich in einem Dorf nahe Waiblingen fotografierte, liegt in der Abstimmung zum Literarischen Katzenkalender derzeit auf dem letzten Platz. Also, liebe Leute, beweist mir, dass Molligsein keine Schande ist, und klickt an der richtigen Stelle!

http://www.literarischer-katzenkalender.de/katzen/photodesmonats

Donnerstag, 6. November 2008

Arbeitsweltliche Asoziale?

Oh weh, Richard Wagner pöbelt die Blogger in der FAS vom letzten Sonntag an, und diese bleiben sogar noch relativ ruhig - vielleicht ein Indiz dafür, dass man sich gegenseitig sowieso nicht liest? Leider entwertet Wagner einige durchaus berechtigte kritische Ansätze durch deren Pauschalität - schade drum. Ich fürchte, dass es mit dem ernsthaften, z. B. dem "Kulturbloggen" einfach nichts werden kann, wenn intellektuelle Größen wie Wagner so draufhauen. Ist ja wahr, dass man manches, was in vielen Blogs geschrieben wird, nicht unbedingt lesen will (man muss aber auch nicht!), andererseits gibt es viele gute Blogs, die Wagner auf diese Weise gleich mit erledigt. Ich weiß auch, dass das hier nicht viel gelesen wird, aber "herumgelabert" wird eben auch nicht. Und, Herr Wagner, ich bin zwar auch nicht fest angestellt, aber nicht, weil es dazu nicht gereicht hat, sondern weil ich es selbst derzeit nicht will. "Arbeitsweltlich asozial" bin ich deswegen noch lange nicht.

Was ist das bloß - auch meine Versuche, in meiner beruflichen Umgebung für das Bloggen zu plädieren, stoßen beinahe nur auf Desinteresse. Vielleicht ist Kultur und Bloggen nicht kompatibel? Wenn es so wäre, müsste man Wagner für seinen Rundumschlag wohl noch dankbar sein. Aber dennoch: richtig schade.

(Zu googeln am besten unter dem Titel des Artikels: "Lauter Blogwarte", dann findet man auch die teils recht lockeren Reaktionen - meine Empfehlung: tutsi.de)

Freitag, 24. Oktober 2008

Gute und nicht so gute Berater

Ich zweifle ja öfters an mir, weil ich so selten genialische Ideen habe. Gerade lese ich, dass Jens Weidmann, der offenbar sehr begabte Kanzlerinnenberater, meint, dass ein guter Berater nicht derjenige sei, der brillante Ideen in die Welt setzt, sondern vielmehr derjenige, der die Verwirklichung schlechter Ideen verhindert. Das gefällt mir.

Freitag, 27. Juni 2008

Meine Reiselust...

...kann ich zwar im Sommer nicht befriedigen (Grund: hier). Aber ich will wenigstens endlich mal meine vier Lieblingshotels vorzeigen. Alle Richtung Süden, aber nicht zu weit. Also: Stadturlaub in Bern gefällig? Dann ab ins Marthahaus. Lieber in die Berge? Dann gute Fahrt zum Valserhof (Vals, Graubünden). Über die Alpen hinweg ins Tessin: Mein Lieblingsort ist Brissago am Lago Maggiore, Hotel Eden. Und wer besteht schon auf dem Bodensee-Ufer, wenn er ein paar Kilometer oberhalb von Lindau die Martinsmühle haben kann? Was verbindet die drei? Eine schöne Lage (Marthahaus: mitten in Bern, aber ruhig; Eden zwar an der Straße, aber mit stillem Garten am See; die anderen beiden sowieso), vernünftige Preise, eher klein, persönliche und doch diskrete Zuwendung durch die Hoteliers.

Sonntag, 25. Mai 2008

Nastrovje (schreibt man das so?)

dimabilan

Tja, Malta hat es nichts genützt, in russischer Sprache auf den Wodka zu prosten. Da wählte Europa dann doch lieber das Original, und das ist auch gut so. Nun hat Russland also tatsächlich den Eurovision Song Contest gewonnen, es ist kaum zu glauben. Aber das Lied war einfach zu gut, da kann man dem Sänger "Overacting" vorwerfen oder auch nicht. Den Eislaufstar auf Inline-Skatern muss man auch nicht mögen. Aber die Hauptsache: Brillanter Song, Kompliment und Gratulation. Ich war mit meiner Vorhersage gar nicht so schlecht: Immerhin fünf der zehn Erstplatzierten hatte ich auf meiner Liste. Bei Schweden und Rumänien lag ich ganz falsch, beiden haben die schlechte Platzierung nicht verdient, finde ich. Und unsere Nicht-Engel? Oh Herrjemine. Kollege Feddersen verleiht sein Lieblingsattribut nur bedingt: Vielleicht seien die No Angels "nicht hungrig genug" gewesen. Naja, vermutlich hätten knurrende Mägen besser geklungen als das, was die vier Damen samt röhrender Verstärkung da boten. Ein langweiliges Lied in der schlechtesten Vokal-Performance des langen Abends - was will man da mehr als den ersten von drei letzten Plätzen? Na dann, nächstes Jahr in Moskau.

http://bilandima.ru/enghtml/

Donnerstag, 22. Mai 2008

Predigt als Wellness?

Zeitungsstapel am frühen Morgen: Gut, dass ich kein Langschläfer bin (und dass zumindest hier Feiertag ist). Endlich las ich den ein halbes Jahr alten Zeit-Artikel nochmals, in dem Evelin Finger mit den modischen Wellness-Predigten hadert; prägnanter Titel: "Schluss mit dem Geschwätz!" Recht hat sie (nicht nur in Sachen Predigt). Sehr lesenswert.

Sonntag, 18. Mai 2008

The same procedure as every year

Einmal jährlich muss es sein: Zwei Einträge zum Eurovision Song Contest, einer vorher, einer nachher. Dieses Jahr also drei Abende. Wer hätte das gedacht, als dieser Wettbewerb ständig totgesagt wurde - er wird es ja noch immer, in gleich lautenden Äußerungen abwechselnd von Nicole, Udo Jürgens, Howard Carpendale undsoweiterundsofort. Ich muss gestehen: Selbst mir sind fast fünfzig Teilnehmer ein bisschen viel, aber andererseits kann auf diese Weise Europa wieder ein bisschen Spaß machen. Reichlich übertreibende Spaßmacher sind aber dennoch dieses Jahr dabei, finde ich und hoffe, dass keiner der unsäglichen Comedy Acts am Ende auch noch gewinnt! Schöne Musik, jedenfalls nach meinem Geschmack, kommt aus Ungarn, Polen, der Schweiz, Großbritannien, Zypern, Rumänien, Norwegen, Schweden und - da trifft sich meine Neigung mit einem heißen Siegertipp - Russland. Nächstes Jahr also in Moskau? Toll wäre es doch - und erinnert mich an einen Pausensketch von Hape Kerkeling als Moderator einer deutschen Vorentscheidung in den 80er-Jahren: Da ließ er versehentlich die Sowjetunion gewinnen. Tja, so ändern sich die Zeiten. Na dann: Allen, die es mögen (und, jawohl, vor allem denen, die das nicht zugeben), wünsche ich eine unterhaltsame Eurovisionswoche! - Ach so, die offiziellen Vorhersagen meinerseits: es gewinnt Russland, Deutschland wird 20.; aber für den letzten Platz wage ich angesichts zahlreicher gar grauslicher Beiträge keinen Tipp.

Samstag, 19. April 2008

Schlau oder schlank?

Eine Studie der Universitätsklinik Ulm meint nachgewiesen zu haben, dass Laufen schlau macht. Das ist fein, denn schlank - wie so oft behauptet wird - macht es zumindest mich nicht, und so habe ich doch immerhin eine weitere, sekundäre oder nun gar vorrangige Motivation zum eisern alle zwei Tage eine Stunde lang absolvierten und sogar meist genossenen Dauerlauf. Aus sprachlicher Hinsicht interessant: Während es auf der von der Stuttgarter Zeitung zitierten Internetseite heißt "Laufen macht schlau", macht die Redaktion daraus "Joggen macht schlau".

Freitag, 18. April 2008

Zwei von sieben

Ich wuchs auf mit Alexander von Humboldt - nun gut, mit seiner Aussage, Hannoversch Münden sei einer der "sieben am schönsten gelegenen Städte der Welt". Liegt ja auch charmant, das Städtchen, wo Werra sich und Fulda küssen usw. (nebenbei: der dort stehende Weserstein bezeichnet auch das Gebäck, das anderswo "Granatsplitter" heißt. Die Bäckerin in der großen weiten Welt, sprich Hannover, schaute seltsam, als ich dort erstmals einen Weserstein orderte.) Aber nun: Nicht nur die Stadt, in deren Nähe ich mein erstes Leben verbrachte, zählt zu jenen sieben, sondern auch: Stuttgart! Erfuhr ich erst heute, im neuen Merian-Heft. Was sagt man dazu. Bisher fand ich aber noch nicht heraus, wer die anderen sind, außer Passau. Fehlen also noch vier; googeln bisher nichts. A propos Merian: Da gibt es ein hübsches Buch, das (natürlich) noch eingeschweißt hier herumliegt...

Dienstag, 18. März 2008

Stuttgart, zum zweiten: Die Bienzle-Austreibung

Ich war sehr angetan vom neuen Stuttgarter Tatort, in dem plötzlich manche Kritiker nicht mehr genug Stuttgart erkannten. Was verschlägt's, wenn nur noch einer (mein Namensvetter als Pathologe) schwäbelt? Was macht's, wenn man nicht dauernd erkennt, wo genau in Stuttgart sich das abspielt? Und dass kein gemütlicher Kommissar mehr mit der Gattin den abendlichen Essig, pardon, Trollinger süffelt? Gut war's, weiter so! (Und jenen Kritikern sei gesagt: Stuttgart ist nicht mehr die gleiche Stadt wie damals, als Bienzle erfunden wurde...)

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