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    <title>der kulturchronist (jürgen hartmann stuttgart | weblog oper konzert kultur medien seit 2000) : Rubrik:gelesen</title>
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    <description>jürgen hartmann stuttgart | weblog oper konzert kultur medien seit 2000</description>
    <dc:publisher>kulturchronist</dc:publisher>
    <dc:creator>kulturchronist</dc:creator>
    <dc:date>2009-12-18T09:14:17Z</dc:date>
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    <title>der kulturchronist</title>
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    <title>Fremde - von einer kalten Heimat zur nächsten</title>
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    <description>Das Buch &quot;Kalte Heimat&quot; von Andreas Kossert hat mich berührt, war auch Anlass, zurückzublicken. In mein Dorf zwischen Hann. Münden und Kassel sind natürlich auch Flüchtlinge gekommen, die, wenn ich mich recht erinnere, zwar nicht geradezu diskriminiert, in meiner Familie aber doch als &quot;Fremde&quot; tituliert wurden (bis dieser Titel auf die Zuzügler aus der Stadt überging). Ich glaube auch das böse Wort &quot;Polacken&quot; öfters gehört zu haben. Dennoch scheint mir Kossert hin und wieder zu übertreiben, und ich finde auch seinen geradezu melodramatischen Schluss nicht angemessen (weil er durch einen fast kitschigen Satz den akribischen Ernst seiner Recherchen und Interpretationen selbst schwächt: &quot;Was immer sie [die Flüchtlinge] taten, sie blieben Eindringlinge in einer Welt, die nur noch nach Westen schaute. In dieser Welt war kein Platz für sie.&quot;) Derart misslungen scheint mir das Zusammenleben zumal in der folgenden Generation nun auch wieder nicht zu sein. Aufwühlender in dieser Hinsicht ist ein Buch von Anne-Ev Ustorf über die &quot;Kinder der Kriegskinder&quot;, zu denen ich ja auch gehöre, und das nicht zu knapp (Vater schwer verwundet und nie wieder richtig beweglich): Wie Traumata und Hemmungen weitergegeben und die Kinder mit ihnen beschwert werden, ist auch kein vergnüglicher Vorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links zu beiden Büchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.perlentaucher.de/buch/29623.html&quot;&gt;http://www.perlentaucher.de/buch/29623.html&lt;/a&gt; (Kossert)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.arte.tv/de/J-L/2132808.html&quot;&gt;http://www.arte.tv/de/J-L/2132808.html&lt;/a&gt; (Kossert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=6846&amp;key=standard_document_35096922&quot;&gt;http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=6846&amp;key=standard_document_35096922&lt;/a&gt; (Ustorf)</description>
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    <dc:subject>gelesen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kulturchronist</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-16T14:51:00Z</dc:date>
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    <title>Fleisch - das neue Gemüse?</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/6079976/</link>
    <description>Ich hadere wieder einmal mit dem Zeitmagazin (wie neulich schon). Nummer 49 ist also &quot;Das Genießen-Heft&quot; (auf ungut Deutsch), und das heißt vor allem: Teuer muss es sein. Auf den Titel des ersten Beitrags, &quot;Fleisch ist das neue Gemüse&quot;, folgt der Nachsatz &quot; - aber hochwertig muss es sein - kein Massenprodukt, sondern ein Luxusgut, geliefert von Züchtern, die man kennt&quot;. Nun gut, mag sein. Das hinterlegte Bild indes zeigt &quot;Fleisch vom Wagyu-Rind (...) Kilopreis beim Feinkostversand bis zu 450 Euro&quot;. Muss man damit angeben? Ist das noch moralisch? Und vor allem: Sehr ökologisch gedacht, wenn das Luxusfleisch von überall in der Welt zu den Luxusshops und dann mit dem SUV auf die Luxustische und von dort in die Luxusmägen befördert wird. Das Wagyu-Beef kommt nämlich aus Nebraska, und auch ansonsten wird Amerikanisches und Iberisches angepriesen. &quot;Vielleicht ist das Steak im Moment auch deswegen besonders beliebt, weil sein Verzehr politisch ausgesprochen unkorrekt ist&quot;, heißt es weiter in diesem ausgesprochen ärgerlichen Artikel von Susanne Kippenberger, die - so verrät uns die Fußnote - soeben ein Buch &quot;Am Tisch. Die kulinarische Bohème oder Die Entdeckung der Lebenslust&quot; vorgelegt hat. Wenn&apos;s denn eine Nummer kleiner geht und es unbedingt Fleisch sein muss, wie wäre es mit einem Blick über den Gartenzaun, sprich in die Umgebung, beispielsweise hierhin: &lt;a href=&quot;http://www.besh.de/&quot;&gt;http://www.besh.de/&lt;/a&gt;.</description>
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    <dc:date>2009-12-07T11:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/6026464/">
    <title>Hamm-Brücher gegen das Gejammer</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/6026464/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;169&quot; alt=&quot;hildegard-hamm-bruecher-540x304&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/kulturchronist/images/hildegard-hamm-bruecher-540x304.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2009/45/C-Hamm-Bruecher&quot;&gt;Wohltat&lt;/a&gt;, wenn eine 88-Jährige nicht sagt: Früher war alles besser, sondern erklärt, dass es heute gut ist und warum es noch besser werden muss. Hut ab, Lady.</description>
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    <dc:date>2009-11-04T11:15:00Z</dc:date>
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    <title>Rosenkavalier, zum zweiten</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/6025426/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;343&quot; alt=&quot;-7B259650AF-6B4C-4A66-B0CB-19333826B18C-7DPicture&quot; width=&quot;200&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/kulturchronist/images/-7B259650AF-6B4C-4A66-B0CB-19333826B18C-7DPicture.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Premiere vorgestern lässt mir noch keine Ruhe (zweiter Besuch am Donnerstag geplant). Im Netz gefunden (aus der Rezension von Joachim Lange in der Wiener Zeitung): &quot;Man kann sich amüsieren und wundern, verblüfft sein und Bauklötze stauen, aber man ist nicht wirklich ergriffen.&quot; Gut auf den Punkt gebracht.</description>
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    <dc:date>2009-11-03T18:25:00Z</dc:date>
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    <title>Diva der Negativität</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/6025424/</link>
    <description>Gerhard R. Koch in seinem &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub4D7EDEFA6BB3438E85981C05ED63D788/Doc~E91C868861FD646ABB2B0D52C6DAB9B69~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Nachruf &lt;/a&gt;auf Heinz-Klaus Metzger in der FAZ heute: &quot;Metzger vertrat eine geschichtsphilosophische Schwärzest-Sicht und war überzeugt vom unausweichlichen endgültigen Untergang der Menschheit. Doch in Formulierungen, die selbst Adornos Sprache grobschlächtig wirken ließen, wurde er zur Diva der Negativität, zur Callas des metaphysischen Desasters: ein musikdenkerischer Schriftgelehrter im Grandhotel Abgrund.&quot; Das erinnert mich an meine Studienzeit. Irgendwann danach schieden sich wohl die Geister in Schwärzestseher und Pragmatiker.</description>
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    <title>Die Zeit in Hochform</title>
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    <description>In mehr als einem Vierteljahrhundert &quot;Zeit&quot;-Abonnement (ach ja, liebe Leute dort: Ein kleines Briefchen zu diesem Anlass wäre nett gewesen) gab es Phasen, in denen meine Freundschaft zu diesem Blatt auf die Probe gestellt wurde. Zurzeit aber kann man die seit einiger Zeit etwas derbe Aufmachung der Titelseite verschmerzen, da die Artikel im politischen Teil wieder von erster Güte sind. Letzte Woche fand ich Christoph Dieckmanns &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2009/44/Lieberknecht&quot;&gt;Portrait &lt;/a&gt;der Christine Lieberknecht ganz hervorragend: Wie er ohne viele Zitate den Tonfall der Politikerin trifft, Schwachstellen verdeutlicht, ohne überheblich zu dozieren, das taugt mir sehr zum Vorbild. In der heute angekommenen Ausgabe anregende Artikel über die neue Regierung, über Angies Boygroup (schön, dass sie die neben ihrem Girls Camp auch hat) und sehr differenziert auch über die teils kenntlichen, teils im Nebel der Wirklichkeit noch diffusen Pläne der Koalitionäre.</description>
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    <dc:date>2009-10-29T10:20:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/6002371/">
    <title>Fehler, Verdienste und die Erinnerung</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/6002371/</link>
    <description>Die geschätzte &lt;a href=&quot;http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2245180_0_2147_-ist-der-ruf-ruiniert-lebt-sich-quot-s-gar-nicht-ungeniert-sibylle-krause-burger.html&quot;&gt;Kolumnistin &lt;/a&gt;Sibylle Krause-Burger hat Recht, wenn sie auf die Tücken der menschlichen Erinnerung hinweist und ausgerechnet &quot;Birne&quot; Kohl anführt, dessen Ruf sich mehr auf Peinlichkeiten als auf Verdienste gründet. Und das auch gleich auf Sarrazin und Steinbrück ausdehnt. Gut gegen den Strom geschwommen!</description>
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    <dc:date>2009-10-20T15:31:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/6000352/">
    <title>Das Zeitmagazin</title>
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    <description>Ich stapele zwar brav die Ausgaben, aber wohl eher in memoriam des &quot;alten&quot; Zeitmagazins. Immer wenn ich eine aktuelle &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/zeit-magazin/index&quot;&gt;Ausgabe &lt;/a&gt;durchblättere, stelle ich fest: Es interessiert mich ganz und gar nicht. Warum nicht, versuche ich noch immer zu verstehen.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kulturchronist</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-19T13:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/6000332/">
    <title>Der allsonntägliche Machismo</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/6000332/</link>
    <description>Hin und wieder lese ich die Seiten &quot;Technik und Motor&quot; der FAS ja ganz gerne, aber seltsam erscheint es mir doch, dass in Zeiten, wo so mancher jede Mark umdrehen muss, auf der ersten Seite ein Maybach und auf der zweiten ein Rolls-Royce vorgezeigt wird. Und dann so Sprüche wie &quot;Über den Kraftstoffverbrauch ... diskutieren die Kunden kaum&quot; - kein Wunder, sind ja auch nur 16,4 Liter, Normverbrauch wohlgemerkt, beim Maybach Typ Zeppelin soundsoviel. Und der kompakte Rolls-Royce namens Ghost ist 5,40 Meter lang, mehr als ein halber Meter länger also als mein in den Worten meiner Mutter &quot;furchtbar langer&quot; Skoda (und ich hadere mit einem schlechten Gewissen, schön blöd bin ich). In dem Fahrbericht kommt der Verbrauch schon gar nicht mehr vor, das Auto hat ja auch nur 570 PS (in Worten fünfhundertundsiebzig), der Maybach hat 640. Preise zwischen rund 300.000 und 600.000 Euro. Ist das noch zu fassen? Schön sind sie übrigens nicht, diese Autos. Aber die Internetseiten, immerhin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.maybach-manufaktur.com/&quot;&gt;http://www.maybach-manufaktur.com/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.rolls-roycemotorcars.com/&quot;&gt;http://www.rolls-roycemotorcars.com/&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>kulturchronist</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kulturchronist</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-19T13:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/5981909/">
    <title>Herzlichen Glückwunsch!</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/5981909/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;199&quot; alt=&quot;herta_2&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/kulturchronist/images/herta_2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern noch habe ich sie lesen sehen und hören bei einer sehr schönen &lt;a href=&quot;http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2228703_0_2732_-literaturnobelpreis-2009-favoritin-liest-in-stuttgart.html&quot;&gt;Veranstaltung &lt;/a&gt;im &lt;a href=&quot;http://www.literaturhaus-stuttgart.de/index2.html&quot;&gt;Literaturhaus Stuttgart&lt;/a&gt;, und eben höre ich in den Nachrichten, dass sie den &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/kultur/literatur/2009-10/literaturnobelpreis&quot;&gt;Nobelpreis &lt;/a&gt;erhält - ich fühle mich regelrecht mitgeehrt! Herta Müller machte einen großen Eindruck auf mich, weniger mit den Auszügen aus dem Roman &lt;a href=&quot;http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/das_buch_vom_hunger_1.3409334.html&quot;&gt;Atemschaukel &lt;/a&gt;selbst als mit ihrer eindrucksvollen, ebenso ehrfurchtgebietenden wie freundlichen Persönlichkeit. Da kann man ja nur noch respektvoll gratulieren!</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kulturchronist</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-08T13:14:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/5820136/">
    <title>Johannes Calvin - 500 wird er schon</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/5820136/</link>
    <description>Zum 500. Geburtstag von Johannes Calvin hat Rolf Spinnler in der Stuttgarter Zeitung (10.07.2009) einen sehr schönen &lt;a href=&quot;http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2121588_0_9223_-die-republik-der-tugend.html&quot;&gt;Beitrag &lt;/a&gt;geschrieben, der sehr anregend Nutzen und Widersprüchlichkeit des &quot;reformierten&quot; Glaubens aufzeigt, und auch die Perversion von dessen Ideen: &quot;Ein Begriff des Bösen hat die politische Agenda erobert, der nicht mehr das Schlechte meint, das man verhindern, sondern die Sünde, die man bestrafen muss. Die politischen Gegner sollen nicht lediglich an ihrem Tun gehindert, sondern gezüchtigt, umerzogen und bekehrt werden: Politik ist nicht mehr die Kunst, dem Schlimmen zu wehren, sondern wird zum Kreuzzug gegen das Reich des Bösen.&quot;</description>
    <dc:creator>kulturchronist</dc:creator>
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    <dc:date>2009-07-13T12:37:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/5716829/">
    <title>Was zu beweisen war</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/5716829/</link>
    <description>In der &quot;Zeit&quot; vom 20. Mai hat Adam Soboczynski einen zwar traurigen, aber doch auch anregenden &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2009/22/Der-Intellektuelle&quot;&gt;Artikel &lt;/a&gt;unter dem Titel &quot;Das Netz als Feind&quot; geschrieben: &quot;Warum der Intellektuelle im Internet mit Hass verfolgt wird&quot;. So manch einer der Leserkommentare zur Online-Ausgabe bestätigt, was er schreibt - quod erat demonstrandum... Und: Honny soit qui mal y pense. Jawohl!</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kulturchronist</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-23T16:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/5716792/">
    <title>Von keiner Sachkenntnis getrübt</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/5716792/</link>
    <description>Im Programmheft zu seiner todlangweiligen Inszenierung von Händels &quot;Teseo&quot; an der Stuttgarter Oper versucht der Regisseur Igor Bauersima das zu behaupten, was auf der Bühne zu zeigen ihm nicht gelungen ist - u.a. dass Teseo nicht wie im Stück vorgesehen als Kriegsheld gefeiert wird, sondern weil er &quot;in einem ausgedienten, abgelegenen Hangar&quot; einen &quot;haushohen Reaktor ... zusammengebaut hat&quot;, den er &quot;an das Stromnetz anschließt&quot;. Naja. Schlimmer, eigentlich skandalös finde ich folgende Äußerung: &quot;(Man muss) die Begriffe Republik und Demokratie auseinanderhalten. Die Demokratie ist definiert als &apos;Regierung durch die Mehrheit&apos;. Das heißt in letzter Konsequenz, alles, was die Mehrheit bestimmt, wird zum Gesetz, bzw. wird umgesetzt. Da aber die Mehrheit bekanntlich irren kann, ist diese Regierungsform willkürlich und ethisch genauso verwerflich wie die Diktatur eines einzelnen Despoten oder einer diktatorischen Einheitspartei.&quot; Es folgen Äußerungen zur angeblich anders gearteten Republik, die von ebenso wenig Sachkenntnis getrübt sind. Solch fatales Geschwätz ist es, das die leider verbreitete Gleichgültigkeit gegenüber der Demokratie noch weiter befördert. Jammervoll, dass so etwas von einem doch durchaus namhaften Opernregisseur geäußert wird. Vielleicht sollte er mal versuchen, in einer Diktatur eine mindestens so kritische Inszenierung wie &quot;Teseo&quot; zu erarbeiten, um den Unterschied zu erkennen.</description>
    <dc:creator>kulturchronist</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kulturchronist</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-23T15:47:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kulturchronist.twoday.net/stories/5486392/">
    <title>Ach, Afrika</title>
    <link>http://kulturchronist.twoday.net/stories/5486392/</link>
    <description>So der Titel eines empfehlenswerten &lt;a href=&quot;http://www.perlentaucher.de/buch/15260.html&quot;&gt;Buches &lt;/a&gt;von Bartholomäus Grill, der sich in der Zeit vom 22. Januar erneut als der beste Afrikakenner der journalistischen Zunft zeigt. Sein &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2009/05/DOS-Ruanda&quot;&gt;Artikel &lt;/a&gt;über &lt;a href=&quot;http://www.gov.rw/&quot;&gt;Ruanda &lt;/a&gt;und seinen Präsidenten &lt;a href=&quot;http://www.gov.rw/government/president/index.html&quot;&gt;Paul Kagame &lt;/a&gt;berührte mich nicht nur, weil ich in Kigali ein &lt;a href=&quot;http://www.sos-kinderdorfinternational.org/Wo-wir-helfen/Afrika/Ruanda/Kigali/Pages/default.aspx&quot;&gt;SOS-Patenkind &lt;/a&gt;habe. Grills Überlegungen kreisen nicht zuletzt um die Frage, wie sich Demokratie und Wirtschaftsaufschwung speziell in Afrika vertragen und ob in einem aufstrebenden Land wie Ruanda die liberale Demokratie europäischer Prägung das wirklich leuchtende Vorbild ist. Offenbar sind dort eher &lt;a href=&quot;http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Singapur/Sicherheitshinweise.html&quot;&gt;Singapur &lt;/a&gt;oder gar China die Länder, denen man nacheifern würde. Das gibt zu denken.</description>
    <dc:creator>kulturchronist</dc:creator>
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    <title>Den Turm verlassen</title>
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    <description>Uwe Tellkamps Roman &lt;a href=&quot;http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=42020&quot;&gt;Der Turm &lt;/a&gt;ist so ein Buch, das man zwar nicht gleich nach dem letzten Satz von vorn beginnen will (dazu sind es der Seiten dann doch zu viele - fast tausend!), aber eines, mit dem man lebt für einige Wochen. Die Rezension der &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E9D5BFD8F90B6435CB9AE16ACF7A39E33~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;FAZ &lt;/a&gt;benennt auch die Probleme, die das Buch bereitet - eigentlich nur den merkwürdig überladenen Einstieg (oder besser Aufstieg - in den Turm?). Mir kamen viele Figuren vertraut vor, da ich bald nach 89 eben jene DDR-Bildungsbürger kennen lernte, die die Hauptrollen im Buch verkörpern, und auch noch Restbestände der Funktionäre und Offiziere, die sich natürlich nach der Wende viel schneller ummodelten als jene Bewohner des Dresdner Villenviertels namens &quot;Turm&quot;, die &quot;der süßen Krankheit Gestern ... in den Musennestern&quot; frönen (ein fabelhafter Satz Tellkamps - allein dafür hatte er den &lt;a href=&quot;http://www.deutscher-buchpreis.de/de/177061&quot;&gt;Deutschen Buchpreis &lt;/a&gt;schon verdient!). Bravo!</description>
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