Peinlich? Schizophren?
Eins vorweg: Das war peinlich und bleibt es, was sich unter den künftig Bundesregierenden abgespielt hat zum Thema Schattenhaushalt. Und wie sich die ansonsten geschätzte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im DLF quälte, ebenso. Persönlich bin ich enttäuscht.
Aber es ist doch auch schizophren: Vor den Wahlen war den Medien und laut Umfragen auch den Wählern klar, dass die Steuersenkungsversprechen von CSU und FDP an der Wirklichkeit vorbeigehen, und man hätte voraussagen können, was sich nach der Wahl abspielt. Das heißt: Da doch "jeder" gewusst hat, das dies nur ein Wahlkampfschlager ist, sollte doch eigentlich niemand die bewussten Parteien gerade deshalb gewählt haben?
Wenn das aber so ist, warum dann der Medienzinnober hinterher nach dem Motto: Nun müssen sie aber auch die Steuern senken oder rotköpfig zugeben, dass sie es nicht können oder sich in Täuschungsversuchen verzetteln - damit "wir" Recht behalten haben. Hauptsache: Schlagzeilen und bissige Kommentare. Ich glaube, diese Schizophrenie von uns allen, befeuert durch die Medien, ist furchtbar kurzsichtig und schädlich. Warum lässt man die Leute nicht in etwas mehr Ruhe verhandeln und beurteilt nicht Ideen und Vermutungen, sondern Ergebnisse? Die Tücke der teils auch wenig professionell fundierten Medienhektik hat kürzlich ein SWR Forum differenziert diskutiert (nachzuhören als Podcast) - sehr nachdenklich und skeptisch stimmend.
PS dazu: Schädlich sind sprechblasenartige Wahlkampfversprechen natürlich auch. Aber auch diese sind nicht selten Rituale zwischen Politikern und Medien - Streben nach Aufmerksamkeit um jeden Preis.
Aber es ist doch auch schizophren: Vor den Wahlen war den Medien und laut Umfragen auch den Wählern klar, dass die Steuersenkungsversprechen von CSU und FDP an der Wirklichkeit vorbeigehen, und man hätte voraussagen können, was sich nach der Wahl abspielt. Das heißt: Da doch "jeder" gewusst hat, das dies nur ein Wahlkampfschlager ist, sollte doch eigentlich niemand die bewussten Parteien gerade deshalb gewählt haben?
Wenn das aber so ist, warum dann der Medienzinnober hinterher nach dem Motto: Nun müssen sie aber auch die Steuern senken oder rotköpfig zugeben, dass sie es nicht können oder sich in Täuschungsversuchen verzetteln - damit "wir" Recht behalten haben. Hauptsache: Schlagzeilen und bissige Kommentare. Ich glaube, diese Schizophrenie von uns allen, befeuert durch die Medien, ist furchtbar kurzsichtig und schädlich. Warum lässt man die Leute nicht in etwas mehr Ruhe verhandeln und beurteilt nicht Ideen und Vermutungen, sondern Ergebnisse? Die Tücke der teils auch wenig professionell fundierten Medienhektik hat kürzlich ein SWR Forum differenziert diskutiert (nachzuhören als Podcast) - sehr nachdenklich und skeptisch stimmend.
PS dazu: Schädlich sind sprechblasenartige Wahlkampfversprechen natürlich auch. Aber auch diese sind nicht selten Rituale zwischen Politikern und Medien - Streben nach Aufmerksamkeit um jeden Preis.
kulturchronist - 23. Okt, 11:18
















ich möchte ja nicht belehren, aber...
Ist nicht anklagend gemeint, sondern aufklärend. Danke!