Stuttgarts neu-alter "Tristan"

Das war doch endlich mal wieder ein richtig "großer" Opernabend im Stuttgarter Staatstheater. "Tristan und Isolde" in komplett neuer - und fast durchweg sehr guter! - Besetzung, mit einem überraschenden Dirigenten am Pult (Leopold Hager), der das ansonsten ja oft dem Mittelmaß frönende Orchester zu unerwarteten Höhenflügen animierte. Die Inszenierung von Luc Perceval fiel 2004 bei Publikum und Presse durch - lag's an der damaligen Besetzung der Titelrollen? (Wegen denen habe ich es mir seinerzeit nicht angesehen.) Jedenfalls wirkte bei der Wiederaufnahme auch die kritisierte Statik sehr durchdacht, weil erfüllt, und den vermeintlichen Todestrank als Selbstmordabsicht zu deuten, der die schon längst vorhandene, aber geleugnete Liebe erst recht hervortreibt, das finde ich eigentlich ziemlich genial. Feine Sache!
kulturchronist - 30. Jul, 16:47
















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