Everybody's Darling - gut so

Wohl noch nie sind praktisch alle einverstanden gewesen mit einem Gewinner des Eurovision Song Contest - bis gestern. Was soll man zu dem Kantersieg Norwegens sagen, außer dass er vollkommen berechtigt war? Ein toller Abend war's, und ein musikalisch erfreulicher. Schön, dass endlich mal wieder Großbritannien und Frankreich gute Musik schickten und damit verdiente gute Plätze erreichten, und schön, dass die Top Ten ein prima Abbild des (ganzen!) neuen Europa abgeben. (Und ich darf mich damit brüsten, dass ich acht von denen vorausgesagt habe, wenn auch bis auf den Sieger nicht ganz in der richtigen Reihenfolge.) Tja, und Deutschland? Es war eigentlich ganz ordentlich, das Lied ist gutes Mittelmaß, der Sänger recht versiert, und der so genannte Striptease mit Didi wer hat nicht allzu sehr gestört. Aber das Dilemma, dass der NDR auch mit interner Vorauswahl nicht überwunden hat, ist das mangelnde Gespür für den internationalen Geschmack. (Warum beispielsweise holt man einen Amerikaner und nicht gleich einen Russen, wenn man schon im Lande nichts findet oder Absagen renommierter Interpreten eingefahren hat?) Schade drum, aber nehmen wir es sportlich wie Finnland, das unverdrossen mitmacht, auch nur ein Mal gewann und gestern wieder einmal Letzter wurde.
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kulturchronist - 17. Mai, 12:12
















Verpasst
Interessant aber, dass zwei Favoriten direkt in der Berliner Zeitung auch vorab schon mit Bild platziert wurden: Norwegens Rybak und Aserbeidschans Duo.
Ich empfand die diesjährige Veranstaltung seltsam bieder und langweilig. Gewiss mit United Kingdom und France waren Ausnahmemusiker am Start und Andrew Lloyd-Webbers Stück hatte was, was sonst den ganzen Abend donnerte (Pathos, Hymnisches).
Naja. Norwegen jedenfalls fand ich öde und wohl eher zum Titel gepusht.