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Sonntag, 14. Dezember 2008

Lately? Letztlich?

Ein paar verstreute Sprachgedanken. Warum ist das Wort "letztlich" so in Mode gekommen? Ist es ein wieder einmal nachlässig angewöhnter Anglizismus? "Lately" wird allerdings nur im Hinblick auf Zeitverhältnisse gebraucht (im Sinne von kürzlich, letztens), während wir hierzulande mit "letztlich" einen bunten Strauß von eben nicht völlig gleichbedeutenden Wörtern wie eigentlich, im Grunde, letztendlich mal eben auf "letztlich" eindampfen. Sehr ungenau, und schön klingen tut es auch nicht. - Schlimm zwei Entgleisungen im Deutschlandfunk: "Es ist den Amerikanern gewahr, dass..." - oh weh. Gemeint war "es ist ihnen bewusst", und "irgendwie" war es zwar auch verständlich. Nur darf man eben nicht einfach so übergehen, dass man eine kleine sprachliche Herausforderung bewältigen muss, wenn man "gewahr sein", eine schöne Wendung, gebrauchen will: Die Amerikaner können sich eben nur dessen gewahr gewesen sein. Und vorhin in der Sendung "Kultur heute" (ausgerechnet!): "Er hat sich dem angenommen." Schlimm! Gleich zwei Anschläge des bequemen Dativs auf den anspruchsvollen Genitiv, Bastian Sick lässt grüßen. A propos (nicht dass es wieder heißt, ich sei hämisch): Wer hier im Blog faux pas dieser Art findet, soll sie unbedingt aufspießen. Ich will schließlich auch was lernen.

Spazierfahrten zur Literatur

Ihre Serie über regionale Literaturmuseen hält die Stuttgarter Zeitung auch im Internet vor. Und wieder freut sich der Aushilfsschwabe über so viel Kultur rundherum.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/literaturmuseen

Meine Weihnachtsplatten (3)

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Diese beiden Schmankerln müssen sein. Wenn Maria Stader "Gloria in excelsis Deo" oder Dietrich Fischer-Dieskau "Noel, Noel" singt, dann dröhnen Stimmen und Instrumente, dass es - wie man so sagt - eine Art hat. Ein Augenschmaus sind die in den Booklets abgedruckten alten LP-Hüllen, jedenfalls meistens. Die Altstars der Deutschen Grammophon sind ebenso vertreten wie Laienchöre, darunter die Singgemeinde Eschwege (Gruß an die alte Heimat). Dass man einen Chor wie diesen, der übrigens tadellos singt, seinerzeit bei der DGG für fünf Platten engagierte, was soll man heute davon halten? War es noch Nachkriegsnot? Stellte man andere Ansprüche? Immerhin versteckte man andererseits die Profis vom RIAS als "Großen Chor mit Orchester"...

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