Klare Kante und Ratlosigkeit zugleich
Aus einem offenen Brief der Leitung der Staatstheater Stuttgart an die Mitglieder des Staatsorchesters:
"(Es) bedarf offenkundig der ausdrücklichen Erinnerung daran, was es heißt, auf die von Ihnen gewählte Weise die Arbeit der Künstlerkolleginnen und -kollegen zu boykottieren. Es gibt nichts Schlimmeres und nichts Unkünstlerisches, als die Kolleginnen und Kollegen bei einer Premiere um die Früchte ihrer Arbeit zu bringen. Gerade von dem Kollektiv, das über die abgesichertsten Arbeitsverhältnisse unter allen Künstlern verfügt (und daran will niemand etwas ändern), muss man doch wenigstens dafür Solidarität erwarten.
Wir sind glücklich darüber, dass Dank des Einsatzes von Thilo Lange und Marc Soustrot mit dem Opernchor und dem ganzen Ensemble eine wunderbare Premiere gerettet werden konnte. Aber das war ja nicht in Ihrem Sinne. Und deshalb sind wir ziemlich ratlos, wie das weitergehen kann."
(unterzeichnet von Opernintendant Albrecht Puhlmann, Generalmusikdirektor Manfred Honeck und dem Geschäftsführenden Intendanten Hans Tränkle)
+++
Was mir heute noch durch den Kopf ging: Es hat ja auch sein Gutes. Das Staatsorchester Stuttgart hat mit seiner unsäglichen Aktion sein Pulver verschossen. Nachdem sie das maximale Unheil angerichtet haben - was wollen sie denn noch machen, wenn sie rechtmäßig streiken dürfen? Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen.
"(Es) bedarf offenkundig der ausdrücklichen Erinnerung daran, was es heißt, auf die von Ihnen gewählte Weise die Arbeit der Künstlerkolleginnen und -kollegen zu boykottieren. Es gibt nichts Schlimmeres und nichts Unkünstlerisches, als die Kolleginnen und Kollegen bei einer Premiere um die Früchte ihrer Arbeit zu bringen. Gerade von dem Kollektiv, das über die abgesichertsten Arbeitsverhältnisse unter allen Künstlern verfügt (und daran will niemand etwas ändern), muss man doch wenigstens dafür Solidarität erwarten.
Wir sind glücklich darüber, dass Dank des Einsatzes von Thilo Lange und Marc Soustrot mit dem Opernchor und dem ganzen Ensemble eine wunderbare Premiere gerettet werden konnte. Aber das war ja nicht in Ihrem Sinne. Und deshalb sind wir ziemlich ratlos, wie das weitergehen kann."
(unterzeichnet von Opernintendant Albrecht Puhlmann, Generalmusikdirektor Manfred Honeck und dem Geschäftsführenden Intendanten Hans Tränkle)
+++
Was mir heute noch durch den Kopf ging: Es hat ja auch sein Gutes. Das Staatsorchester Stuttgart hat mit seiner unsäglichen Aktion sein Pulver verschossen. Nachdem sie das maximale Unheil angerichtet haben - was wollen sie denn noch machen, wenn sie rechtmäßig streiken dürfen? Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen.
kulturchronist - 2. Dez, 22:32


















